Erna Lentz

Seit 1980 möchte ich mit meinen Arbeiten einen Beitrag zur Anerkennung der Zeichnung als eigenständige Kunstgattung leisten. Zum Unterschied zur rein linearen Zeichnung bevorzuge ich die eher malerische Handzeichnung, die sich mit Licht und Schatten, Stofflichkeit und Volumen, mit dem illusionistischen Hell-Dunkel auseinandersetzt, nicht um das Gesehene zu kopieren, sondern hinter den äußeren Schein vorzudringen. Meine Bilder befassen sich mit den Ansichten und Gegenständen, die jeder kennt, aber kaum jemand beachtet, da sie von spektakuläreren Dingen des Lebens verdrängt werden. Der Reiz der Vergänglichkeit, des Gebrauchten, Zerstörten, die Lebendigkeit lebloser Objekte oder eine Wasserfläche - mit diesen Themen möchte ich zum Nachdenken anregen, über unseren Umgang miteinander und mit der Natur.